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| Glaukom oder Grüner Star |
Als Grauen Star (medizinisch Katarakt) bezeichnet man eine Eintrübung der Linse des Auges.
Als Glaukom oder Grünen Star bezeichnet man eine Drucksteigerung im Augeninneren, die den Sehnerv und somit das Sehvermögen zerstört. Der Sehnerv überträgt die Bilder, die wir sehen, zum Sehzentrum im Gehirn.
Für die Entstehung des Glaukoms sind viele Faktoren verantwortlich. Zwei der wichtigsten sind:
- Erhöhter Augeninnendruck. Im Inneren jedes Auges bildet sich dauernd eine farblose Flüssigkeit (medizinisch Kammerwasser), die durch ein schwammähnliches Gewebe, das Trabekel-System, aus dem Auge in die Blutgefäße abgeleitet wird. Beim Glaukom ist diese Abflussfunktion gestört. Deshalb steigt der Augeninnendruck. Der erhöhte Druck schädigt die empfindlichen Fasern des Sehnervs und er stirbt allmählich ab. Das wird dem Kranken zunächst nicht bewusst, da die Druckerhöhung einige Monate und Jahre dauern kann. Je höher der Augendruck, desto größer die Gefahr, dass der Sehnerv geschädigt wird und es zu Gesichtsfelddefekten kommt. Wenn der ganze Nerv zerstört ist, ist Blindheit die Folge.
- Neben dem Augendruck sind auch Durchblutungsstörungen für das krankhafte Geschehen beim Glaukom verantwortlich. Zahlreiche Studien zeigen, dass bei Glaukompatienten häufig die Regulation der Blutgefäße gestört ist. Ziel der Glaukomtherapie ist deshalb neben der Senkung des intraokularen Drucks eine Verbesserung der Mikrozirkulation mit einer Normalisierung der gestörten Regulation. Man spricht in diesem Zusammenhang von Co-Regulation.
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